Bedienung für Shop-Betreiber
Diese Anleitung richtet sich an Shop-Betreiber und Mitarbeitende im OXID-Admin. Sie setzt keinen Server- oder Programmierzugriff voraus. Installation, Update, technische Datenbankpflege und vollständiges Löschen aller Laufzeitdaten sind unter Installation für Agenturen beschrieben.
Schnellstart
Öffnen Sie .
Lassen Sie Bot-Protection aktivieren eingeschaltet und wählen Sie zunächst Passiv (Nur Logging).
Prüfen Sie zuerst die leeren IP- und Länder-Blacklists. Kontrollieren Sie danach die voreingetragenen Länder
de,atundchsowie beide Länder-Checkboxen. Lassen Sie unbekannte IPs oder User-Agents nicht vorsorglich frei.Speichern Sie und beobachten Sie unter mindestens einen typischen Geschäftszeitraum.
Testen Sie Gast-Checkout, Anmeldung, Zahlungsarten, Monitoring, Suchmaschinen und externe Schnittstellen.
Wechseln Sie anschließend auf Moderat (Empfohlen). Verwenden Sie Aggressiv (Max. Schutz) erst nach einer Auswertung oder bei einer akuten Angriffslage.
Tipp
Ändern Sie immer nur wenige Regeln gleichzeitig und notieren Sie Zeitpunkt und Grund. So lässt sich ein Anstieg bestimmter Dashboard-Gründe einer Einstellung zuordnen.
Wer wird geprüft?
BotProtection greift früh im Storefront-Aufruf ein. Erkannte Admin-Aufrufe bleiben ausgenommen. Bei allen anderen Storefront-Aufrufen werden zuerst die expliziten IP- und Länder-Blacklists geprüft. Deshalb können Blacklists auch einen angemeldeten Kunden, einen gefüllten Warenkorb, eine freigegebene IP oder einen Searchbot sperren.
Nach den Blacklists werden zuerst passend konfigurierte technische Endpoints und danach angemeldete Kunden sowie Sessions mit mindestens einem Artikel im Warenkorb von den übrigen Bot-Prüfungen ausgenommen. Für anonyme Besucher, Gastkunden und andere automatisierte Clients gilt anschließend vereinfacht diese Reihenfolge:
Öffentliche Crawler-Dateien wie
robots.txt, Sitemap-Dateien,llms.txtoderai.txtwerden ohne Challenge ausgeliefert, sofern keine Blacklist gegriffen hat.Vertrauenswürdig erkannte Searchbots werden entsprechend der Force-SID- und Länderoptionen behandelt.
Eine passende IP-Whitelist gibt den Request vollständig frei.
Die Länder-Whitelist entscheidet, ob ein Whitelist-Land ungeprüft freigegeben wird. Optional werden alle Länder außerhalb der Liste sofort gesperrt.
Force-SID wird geprüft. Notwendige POST-, Warenkorb-, Login- und Vergleichslistenaktionen werden nicht allein wegen Force-SID abgewiesen.
Eine passende User-Agent-Whitelist gibt den Request für die danach folgenden Prüfungen frei.
Force-SID-Wiederverwendung, bestehende temporäre Sperren, IP- und Subnetz-Rate-Limit, Honeypot, Bot-Signatur, Verhalten, Scan-Challenge und Browser-Fingerprint folgen.
Achtung
Blacklists haben immer Vorrang vor Whitelists und Searchbot-Ausnahmen. Ein Land oder eine IP sollte deshalb nicht gleichzeitig auf einer Freigabe- und Sperrliste stehen. Die Länder-Whitelist und die User-Agent-Whitelist haben unterschiedliche Reichweiten: Eine vollständig freigegebene Länder-IP umgeht auch Force-SID; die User-Agent-Whitelist wird erst nach der normalen Force-SID-Prüfung ausgewertet.
Haupteinstellungen
Einstellung |
Standard |
Wirkung |
|---|---|---|
Bot-Protection aktivieren |
Ein |
Schaltet alle Storefront-Prüfungen ein. Bei „Aus“ werden Requests ohne Erkennung, Protokollierung oder automatische Modulbereinigung an OXID weitergegeben. Das OXID-Modul selbst kann trotzdem aktiv bleiben. |
Schutzmodus |
Moderat |
Wählt aggressiv, moderat oder passiv. Der Modus ersetzt die sichtbaren Zahlenfelder nicht automatisch. |
Schutzmodi
Passiv (Nur Logging) führt die Erkennung aus und protokolliert Treffer, sendet aber weder 403-Antworten noch Challenges oder neue temporäre Sperren. Das Dashboard bezeichnet diese Treffer weiterhin als „blockiert“; gemeint ist, was im aktiven Betrieb blockiert worden wäre.
Moderat (Empfohlen) wendet die aktivierten Regeln und die eingetragenen Grenzwerte an. Ein fehlender Browser-Fingerprint führt bei eingeschalteter JavaScript-Challenge zur Browserprüfung. Ist die Challenge ausgeschaltet, wird allein wegen dieses Fingerprints im moderaten Modus nicht gesperrt.
Aggressiv (Max. Schutz) arbeitet ebenfalls mit den eingetragenen Grenzwerten. Zusätzlich kann ein fehlender Browser-Fingerprint auch dann zur Sperre führen, wenn die JavaScript-Challenge ausgeschaltet ist.
Rate-Limiting
Einstellung |
Standard |
Wirkung |
|---|---|---|
Max. Requests pro Zeitfenster |
|
Erlaubte Requests einer anonymen IP im Zeitfenster. Erst der nächste Request oberhalb des Werts gilt als Treffer. |
Zeitfenster (Sekunden) |
|
Zeitraum für den IP-Zähler. Nach Ablauf beginnt der Zähler mit dem nächsten Request neu. |
Max. Requests pro Subnetz-Zeitfenster |
|
Gemeinsames Limit eines IPv4-/24- oder IPv6-/64-Netzes. |
Subnetz-Zeitfenster (Sekunden) |
|
Zeitraum des gemeinsamen Subnetzzählers; Werte unter 30 Sekunden werden wie 30 Sekunden behandelt. |
Block-Dauer (Sekunden) |
|
Dauer einer temporären IP-Sperre nach Force-SID oder Honeypot. Ein bloßer Rate-Limit-, Signatur-, Verhaltens- oder Länder-Treffer legt keine solche separate Langzeitsperre an. |
Achtung
Ein knappes Subnetz-Limit kann viele unabhängige Kunden eines Mobilfunknetzes, Unternehmens, Providers oder Proxys gemeinsam treffen. Beobachten Sie deshalb sowohl IP- als auch Subnetztreffer im passiven Modus.
Erkennungs-Features
Einstellung |
Standard |
Wirkung |
|---|---|---|
Force-SID Bots blockieren (Cookie-less) |
Ein |
Erkennt |
Force-SID Strategie |
Sofort blockieren |
|
Force-SID Schwellwert (Anzahl Treffer) |
|
Anzahl für die Strategie „Schwellwert“. Werte unter 1 werden wie 1 behandelt. |
Force-SID Zeitfenster (Sekunden) |
|
Zählzeitraum der Schwellwertstrategie; mindestens 30 Sekunden. |
Force-SID Reuse-Schwellwert (Anzahl IPs) |
|
Erkennt, wenn dieselbe |
Force-SID Reuse-Zeitfenster (Sekunden) |
|
Zeitraum für die Wiederverwendungsprüfung; mindestens 60 Sekunden. Die Erkennung hilft gegen Scraper, die IP-Adressen wechseln, aber eine gemeinsame Session-ID weiterverwenden. |
Bot-User-Agents blockieren |
Ein |
Erkennt einen leeren User-Agent, bekannte Bot-/Crawler-/Scraper- und Automatisierungsbegriffe sowie bestimmte unplausible alte Browserkennungen. Länderregeln und normale Force-SID-Prüfung wurden zu diesem Zeitpunkt bereits ausgewertet. |
Verhaltensbasierte Erkennung |
Ein |
Prüft wiederholte Abrufe derselben URL und viele verschiedene URLs ohne Referer anhand der folgenden drei Werte. |
Verhaltens-Schwellwert (Anzahl Requests auf dieselbe URL) |
|
Ab dieser Zahl von Abrufen derselben URL im Zeitfenster gilt das Verhalten als auffällig. Ungültige Werte werden auf 5 zurückgesetzt. |
Verhaltens-Schwellwert (Anzahl verschiedener URLs ohne Referer) |
|
Mehr als diese Zahl verschiedener URLs ohne Referer gilt als auffällig.
|
Verhaltens-Zeitfenster (Sekunden) |
|
Gemeinsamer Beobachtungszeitraum; Werte unter 10 Sekunden werden auf 300 Sekunden zurückgesetzt. |
Browser-Fingerprint prüfen |
Ein |
Prüft, ob |
JavaScript-Challenge verwenden |
Ein |
Zeigt bei geeigneten verdächtigen Requests eine Sicherheitsprüfung, setzt per JavaScript ein Cookie für bis zu 24 Stunden und lädt die ursprüngliche URL nach zwei Sekunden neu. |
Auffällige Scan-Requests per JavaScript prüfen |
Ein |
Prüft anonyme GET-Aufrufe ohne Cookies und Referer, mit Sprache exakt
|
Honeypot aktivieren |
Aus |
Prüft, ob der Request den Parameter |
Wichtig
Die Einstellung allein fügt keinen Link in den Shop ein. Ohne einen
entsprechenden Honeypot-Link im Template bleibt die Prüfung wirkungslos.
Verwenden Shop oder Erweiterungen bereits den Parameter ref_id,
darf der Honeypot nicht aktiviert werden, weil sonst echte Besucher
gesperrt werden.
JavaScript-Challenge aus Kundensicht
Ein verdächtiger Browser sieht eine Seite „Sicherheitsüberprüfung“ mit Ladeanzeige. Nach zwei Sekunden wird die ursprünglich angeforderte Adresse neu geladen. Das Cookie ist an aktuelle IP, User-Agent, Shop-Schlüssel und den Tag gebunden. Browser ohne JavaScript oder Cookies, Datenschutzwerkzeuge mit Cookie-Sperre sowie ein IP-Wechsel können zu wiederholten Prüfungen führen.
Whitelist, Blacklist und Länderregeln
Listenfelder enthalten einen Wert pro Eintrag. Länder werden als
zweistellige Codes wie de, at, ch, fr oder us gepflegt.
Blacklists werden vor allen Freigaben ausgewertet.
Einstellung |
Standard |
Wirkung |
|---|---|---|
IP-Blacklist |
Leer |
Sperrt passende IPs sofort per Präfixvergleich. Die Sperre gilt auch für angemeldete Kunden, Warenkörbe, Whitelists und Searchbots. |
Länder-Blacklist (z.B. cn, ru) |
Leer |
Sperrt ein erkanntes Land sofort. Ein Eintrag auf der Länder-Whitelist hebt diese Sperre nicht auf. |
IP-Whitelist (z.B. 192.168.) |
Leer |
Gibt IPs über einen Präfixvergleich vollständig frei. |
User-Agent Whitelist |
Vordefinierte Such-, KI- und Vorschau-Crawler |
Gibt passende User-Agents nach Länderregel und normaler Force-SID- Prüfung für die späteren Prüfungen frei. Der Vergleich unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Ein User-Agent kann gefälscht werden. |
Ausgenommene technische Endpoints |
|
Nimmt passende Server-zu-Server-Aufrufe wie Zahlungs-Webhooks und IPNs von den automatischen Bot-Prüfungen aus. Alle Bedingungen einer Zeile müssen übereinstimmen; explizite IP- und Länder-Blacklists behalten Vorrang. |
Suchmaschinen-Bot Verifikation |
DNS Verifikation |
|
Searchbot Cache TTL (Sekunden) |
|
Speichert positive und negative DNS-Prüfergebnisse je IP; mindestens 60 Sekunden. |
Searchbots trotz Force-SID zulassen |
Ein |
Nimmt als vertrauenswürdig erkannte Searchbots von der normalen Force-SID-Sperre aus. |
Searchbots dürfen Länder-Regeln umgehen |
Ein |
Lässt vertrauenswürdig erkannte Searchbots unabhängig von Länder-Whitelist und Nicht-Whitelist-Sperre passieren. IP- und Länder-Blacklists behalten Vorrang. |
Länder-Whitelist (z.B. de, at, ch) |
|
Gemeinsame Liste für alle Länderfreigaben. Was ein Listeneintrag bewirkt, bestimmen die beiden folgenden Checkboxen. |
Whitelist-Länder ohne weitere Bot-Prüfung freigeben |
Ein |
Gibt ein Whitelist-Land nach den Blacklists vollständig frei. Force-SID, temporäre Sperren, Rate-Limits, Signatur, Verhalten und Fingerprint werden dann nicht mehr geprüft. |
Alle Länder außerhalb der Whitelist sofort sperren |
Aus |
Sperrt bei Aktivierung jedes Land außerhalb der Liste sofort. Dazu
gehört auch das unbekannte Land |
Technische Endpoints, Webhooks und IPNs ausnehmen
Das Listenfeld Ausgenommene technische Endpoints enthält eine Regel pro Zeile. Es ist für automatische Server-zu-Server-Aufrufe vorgesehen, die keine Browser-Cookies setzen und keine JavaScript-Challenge beantworten können, beispielsweise Zahlungsbenachrichtigungen, Webhooks oder IPNs.
Für Amazon Pay ist standardmäßig folgende Regel eingetragen:
cl=amazondispatch&action=ipn&method=POST
Die Bestandteile werden mit & verbunden. Jeder angegebene Bestandteil
muss im Request vorhanden sein und übereinstimmen. Die Reihenfolge in der
tatsächlichen URL ist unerheblich; zusätzliche Parameter wie shp=1 sind
zulässig. method bezeichnet die HTTP-Methode und ist kein URL-Parameter.
Darum passt die Standardregel beispielsweise auf folgenden Aufruf:
index.php?cl=amazondispatch&action=ipn&shp=1
wenn er per POST eingeht.
Regeln dürfen bewusst weniger Bedingungen enthalten. Die folgenden beiden
Schreibweisen geben alle Aktionen des Controllers amazondispatch frei:
cl=amazondispatch
amazondispatch
Auch andere Kombinationen wie action=callback&method=POST oder nur
method=POST sind technisch möglich. Je allgemeiner eine Regel ist, desto
mehr Shop-Aufrufe umgehen jedoch Länderprüfung, Force-SID, temporäre Sperren,
Rate-Limits, Bot-Signatur, Verhaltensprüfung, Browser-Fingerprint und
JavaScript-Challenge.
Warnung
Verwenden Sie möglichst genaue Regeln aus Controller, Aktion und
HTTP-Methode. Eine Regel wie nur method=POST würde sämtliche POST-
Aufrufe freigeben und ist für einen öffentlichen Shop normalerweise
ungeeignet. Die Ausnahme bestätigt nicht, dass ein Request wirklich vom
genannten Zahlungsanbieter stammt. Signatur-, Token- oder sonstige
Echtheitsprüfungen muss das jeweilige Schnittstellen- oder Zahlungsmodul
weiterhin selbst durchführen. Explizite IP- und Länder-Blacklists werden
auch bei einer passenden Endpoint-Regel zuerst ausgewertet.
Die beiden Länder-Checkboxen ergeben vier verständliche Betriebsarten:
Whitelist-Länder ungeprüft |
Andere Länder sperren |
Ergebnis |
|---|---|---|
Aus |
Aus |
Alle Länder durchlaufen die normalen Bot-Prüfungen. |
Ein |
Aus |
Whitelist-Länder werden vollständig freigegeben; alle anderen Länder durchlaufen die normalen Bot-Prüfungen. |
Aus |
Ein |
Nur Whitelist-Länder dürfen weiterlaufen und werden anschließend normal geprüft. Nicht-Whitelist-Länder werden sofort gesperrt. |
Ein |
Ein |
Whitelist-Länder werden vollständig freigegeben; alle anderen Länder werden sofort gesperrt. |
Warnung
Halten Sie IP- und User-Agent-Whitelists so klein wie möglich. Allgemeine Präfixe oder Begriffe können mehr Teilnehmer freigeben als beabsichtigt. Verwenden Sie für Google und Bing bevorzugt die DNS-Verifikation. Prüfen Sie vor einer harten Länderbeschränkung, aus welchen Ländern Kunden, Zahlungsanbieter, Monitoring, Warenwirtschaft und Suchmaschinen tatsächlich zugreifen.
Bemerkung
Zusätzlich zur bearbeitbaren User-Agent-Whitelist kennt das Modul fest eingebaute Ausnahmen für verbreitete KI-, Antwort- und Vorschau-Crawler, beispielsweise GPTBot, ClaudeBot, PerplexityBot, Applebot, Amazonbot und CCBot. Diese Ausnahmen greifen erst nach Blacklists, Länderregeln und normaler Force-SID-Prüfung. Das Entfernen eines solchen Namens aus dem Listenfeld allein erzwingt deshalb noch keine spätere Signaturprüfung.
Lokale Länderermittlung
Die Länderprüfung liest eine lokale IPv4-/IPv6-Datenbank und führt dafür im Storefront-Request weder HTTP- noch Reverse-DNS-Anfragen aus. Nur die optionale Suchmaschinen-DNS-Verifikation kann Netzabfragen auslösen; ihr Ergebnis wird gecacht.
Kann eine IP keinem gültigen zweistelligen Land zugeordnet werden, erscheint
?. Solange Alle Länder außerhalb der Whitelist sofort sperren
ausgeschaltet ist, durchläuft der Request die normalen Bot-Prüfungen. Bei
aktivierter Sperre zählt ? als nicht auf der Whitelist und wird abgewiesen.
Ist die Länder-Whitelist leer, bleibt die Sperre als Schutz vor einer
versehentlichen Komplettsperre wirkungslos.
Logging und Monitoring
Einstellung |
Standard |
Wirkung |
|---|---|---|
Logging aktivieren |
Ein |
Speichert erkannte Treffer mit Zeit, IP, Grund, URL, User-Agent, Land und Referer. Ohne Logging bleiben Schutzregeln aktiv, Dashboard-Historie und E-Mail-Schwellwert erhalten aber keine neuen Treffer. |
Log-Aufbewahrung (Tage) |
|
Alter, ab dem die automatische SQLite-Bereinigung Aktivitäten löscht; mindestens ein Tag. Die manuelle Dashboard-Aktion verwendet ihren eigenen dort gewählten Wert. |
Temporäre Daten automatisch bereinigen |
Ein |
Entfernt in Abständen abgelaufene Rate-, Subnetz-, Sperr-, Challenge-, Verhaltens- und Cachezustände sowie alte Logs. |
Cleanup-Intervall (Sekunden) |
|
Mindestabstand zwischen zwei durch Storefront-Aufrufe ausgelösten Bereinigungsläufen; mindestens 60 Sekunden. |
Cleanup-Batchgröße |
|
Begrenzt die Zahl der je Lauf bearbeiteten Datensätze beziehungsweise Dateien. Sehr kleine oder sehr große Werte werden intern begrenzt. |
Maximale Speichergröße (MB) |
|
Löscht bei Überschreitung zuerst abgelaufene Zustände und danach die
ältesten Aktivitäten beziehungsweise Fallback-Dateien. |
Benachrichtigungs-E-Mail |
Leer |
Empfänger einer einfachen Angriffswarnung. Nur eine syntaktisch gültige Adresse wird verwendet. |
Benachrichtigungs-Schwellwert |
|
Zahl protokollierter Treffer seit Tagesbeginn, ab der höchstens einmal pro Kalendertag eine Mail versendet wird. Passive Treffer zählen mit. |
Achtung
Protokolle enthalten IP-Adressen, URLs, User-Agents und Referer. Legen Sie Aufbewahrungsdauer, Zugriffsrechte, Datenschutzhinweise und Löschprozess passend zu Ihrem Betrieb fest. Das Modul trifft keine rechtliche Bewertung und garantiert keine datenschutzrechtliche Zulässigkeit.
Dashboard bedienen
Öffnen Sie .
Statusmeldungen
Oben sehen Sie, ob der moduleigene SQLite-Speicher aktiv ist. Bei aktivem SQLite zeigt das Dashboard den Datenbankpfad; der technische Dienstleister kann ihn für Sicherung und Diagnose verwenden. Eine rote Meldung zum Datei-Fallback sollte an die Agentur weitergegeben werden.
Ein orangefarbener Hinweis kennzeichnet den passiven Modus. In diesem Modus sind die Zahlen simulierte Sperrtreffer, keine tatsächlich abgewiesenen Requests.
Schutzempfehlungen prüfen
Der Abschnitt Schutzempfehlungen vergleicht die aktuellen Moduleinstellungen mit den vorhandenen Erkennungsdaten. Bei SQLite werden bis zu sieben Tage betrachtet; beim Datei-Fallback aus Performancegründen nur der heutige Tag. Mögliche Hinweise betreffen unter anderem:
deaktiviertes Logging oder passiven Schutzmodus,
widersprüchliche beziehungsweise leere Länderlisten,
Searchbot-Länderfreigabe ohne DNS-Verifikation,
einen hohen Force-SID-Anteil,
einen sehr hohen Anteil erkannter Bot-Aktivität außerhalb der Länder-Whitelist,
fehlende oder auffällig unvollständige GeoIP-Daten und
stark auf eine IP konzentrierte Treffer ohne häufiges Rate-Limit.
Jede Karte nennt Begründung, aktuelle und vorgeschlagene Einstellung, Konfidenz und Risiko. Konfidenz beschreibt, wie eindeutig die vorhandenen Daten zur Regel passen. Risiko beschreibt, wie leicht eine Verschärfung auch echte Besucher treffen könnte.
Wichtig
Der Schutzberater ändert keine Moduleinstellung. Prüfen Sie insbesondere Empfehlungen mit hohem Risiko gemeinsam mit der Agentur und testen Sie sie zuerst im passiven Modus. Die erste Ausbaustufe arbeitet mit Erkennungsereignissen; sie kennt noch nicht jeden unauffällig oder per Ausnahme durchgelassenen Request und nicht jede erfolgreich bestandene Challenge.
Statistiken verstehen
Die Trefferzahlen umfassen heute, die letzten sieben Tage einschließlich heute und die letzten 30 Tage einschließlich heute. Die zugehörigen Request-Zähler werden bei jedem nicht administrativen Storefront-Aufruf vor späteren Ausnahmen erhöht. Der Tageszähler gilt für heute, der Wochenzähler für die aktuelle Kalenderwoche und der Monatszähler für den aktuellen Kalendermonat. Die Prozentanzeige ist deshalb besonders am Wochen- oder Monatsanfang nur ein Orientierungswert. Die Tabellen für Gründe, Top-IP-Adressen, URLs und Herkunftsländer zeigen aus Performancegründen nur den heutigen Tag.
Das Aktivitätsprotokoll enthält ausschließlich gespeicherte Erkennungsereignisse, kein vollständiges Webserver-Zugriffsprotokoll. Ein Dashboard-„Treffer“ ist nicht in jedem Fall eine tatsächlich ausgelieferte 403-Sperre: Im passiven Modus wird nur beobachtet, und eine JavaScript-Challenge kann technisch mit HTTP 200 ausgeliefert werden. Freigegebene, angemeldete oder unauffällige Requests erscheinen nicht im Aktivitätsprotokoll; einzelne Browserprüfungen müssen nicht als eigener Aktivitätseintrag vorliegen.
Häufige Gründe einordnen
Grund |
Bedeutung |
|---|---|
|
IP oder Land stand auf einer expliziten Blacklist. Diese Prüfung hat Vorrang vor allen Freigaben. |
|
Das Land stand nicht auf der Länder-Whitelist, während die Sperre aller
Nicht-Whitelist-Länder aktiv war. Dazu kann auch |
|
Eine anonyme, nicht ausgenommene Anfrage verwendete |
|
Dieselbe |
|
Eine einzelne IP beziehungsweise ihr IPv4-/24- oder IPv6-/64-Netz überschritt das konfigurierte Request-Limit. |
|
User-Agent oder Browserkennung passte zu einer aktivierten Bot-Signaturregel. |
|
Wiederholungen derselben URL oder viele verschiedene URLs ohne Referer überschritten einen Verhaltensschwellwert. |
|
Der Parameter |
|
Ein auffälliger Scan-Request oder fehlende typische Browser-Header führten zur protokollierten Browserprüfung. |
|
Die IP war bereits temporär gesperrt und rief den Shop erneut auf. |
Unter Aktueller Status sehen Sie aktive IP-Rate-Zähler, temporär blockierte IPs, Verhaltensprofile und Force-SID-Zähler. Diese Laufzeitwerte sind keine historische Angriffszahl und verschwinden nach Ablauf oder Bereinigung.
IP entsperren
Wählen Sie in der Tabelle Top 20 blockierte IP-Adressen die Schaltfläche IP entsperren. Entfernt wird ausschließlich eine aktuelle temporäre Sperre dieser IP. Blacklist, Länderregel und bereits protokollierte Aktivitäten bleiben unverändert.
Die Top-Liste enthält alle heutigen Treffer, nicht nur aktive temporäre Sperren. Deshalb ist „Keine Sperre gefunden“ ein mögliches und korrektes Ergebnis.
GeoIP-Datenbank aktualisieren
Der Abschnitt Lokale GeoIP-Datenbank zeigt Datenstand, Quelle und Anzahl der IPv4-/IPv6-Bereiche. Wählen Sie GeoIP-Datenbank jetzt aktualisieren, um einen neuen geprüften Satz zu laden. Die Schaltfläche bleibt deaktiviert, wenn PHP-cURL fehlt oder das Laufzeitverzeichnis nicht beschreibbar ist.
Das Update wird nur durch diese Aktion oder ein Modulpaket aktualisiert; es läuft nicht automatisch im Storefront-Request. Bei einer Fehlermeldung bleibt die bisherige gültige beziehungsweise die mitgelieferte Datenbank verfügbar.
Daten aufräumen
Geben Sie im Abschnitt Daten aufräumen ein Alter zwischen 1 und 365 Tagen ein und wählen Sie Jetzt aufräumen. Alte Aktivitätsprotokolle und bereits abgelaufene Laufzeitzustände werden entfernt. Aktuelle Sperren, Moduleinstellungen und GeoIP-Daten bleiben erhalten.
Für einen vollständigen Reset sämtlicher BotProtection-Daten ist die Agentur zuständig; dieser Vorgang ist bewusst nicht als Dashboard-Schaltfläche angeboten.
E-Mail-Benachrichtigung
Bei aktivem Logging, gültiger Empfängeradresse und positivem Schwellwert prüft das Modul nach jedem protokollierten Treffer die Tageszahl. Beim erstmaligen Erreichen des Werts sendet es eine Textmail mit Anzahl, Shop-URL und Zeitpunkt. Weitere Treffer desselben Tages lösen keine zweite Mail aus.
Die Nachricht ist ein Alarm, keine Eingangsbestätigung oder automatische Sicherheitsanalyse. Sie enthält keine vollständige Liste betroffener IPs und setzt weder eine Firewall-Regel noch eine Supportmeldung ab. Prüfen Sie bei ausbleibenden Mails zuerst Logging, Tageszahl und die vom Hoster bereitgestellte Mailfunktion.
Empfohlene Grundeinstellung
Für einen normalen Live-Start:
passiv beginnen, danach moderat aktivieren,
IP-Limit
20in 60 Sekunden und Subnetz-Limit120in 60 Sekunden nur anhand echter Zugriffsmuster anpassen,Force-SID standardmäßig sofort sperren; bei Shops oder Integrationen, die noch URL-Sessions benötigen, zuerst die Schwellwertstrategie im passiven Modus testen,
die Reuse-Werte
5IPs in3600Sekunden zunächst beibehalten und nur bei nachvollziehbaren Fehl- oder Nichttreffern ändern,JavaScript-Challenge eingeschaltet lassen und wiederholte Prüfungen beobachten,
de,atundchals voreingetragene Länder-Whitelist prüfen; Whitelist-Länder werden standardmäßig vollständig freigegeben, andere Länder aber nicht pauschal gesperrt,die Sperre aller Nicht-Whitelist-Länder nur bei einem klaren Geschäftsgrund und nach Prüfung von Searchbots, Zahlungsanbietern und Schnittstellen aktivieren,
für Google und Bing die DNS-Verifikation verwenden,
User-Agent- und IP-Whitelist klein halten,
Logging mit sieben Tagen Aufbewahrung, automatischer Bereinigung und 200-MB-Grenze beginnen,
Schutzempfehlungen als Entscheidungshilfe verwenden, nicht ungeprüft übernehmen, und
Dashboard regelmäßig sowie nach Shop-, Theme-, Proxy- oder Schnittstellenänderungen prüfen.
Nicht automatisierte Aufgaben und Grenzen
BotProtection erledigt insbesondere nicht automatisch:
Netzwerk- oder volumetrischen DDoS-Schutz vor Webserver und PHP,
Einrichtung von Firewall, CDN, WAF, Reverse Proxy oder vertrauenswürdigen Client-IP-Headern,
robots.txt-Regeln, Suchmaschinenregistrierung oder SEO-Bewertung,
sicheren Nachweis jeder Bot-Identität; User-Agents können gefälscht werden,
Erkennung fachlich betrügerischer Bestellungen oder Zahlungsbetrug,
rechtliche Prüfung von Länderblockaden, Protokollierung oder Aufbewahrungsfristen,
automatische GeoIP-Aktualisierung im Hintergrund,
automatische Übernahme der Schutzempfehlungen oder Bearbeitung eines E-Mail-Alarms,
vollständige Klassifikation aller ungeprüft freigegebenen Requests und bestandenen Challenges sowie
vollständiges Löschen aller Laufzeitdaten oder Zurücksetzen der Moduleinstellungen.
Prüfung vor dem Live-Betrieb
Prüfen Sie mit der Agentur:
Startseite, Suche, Kategorien, Detailseiten und statische Ressourcen,
Warenkorb und Checkout als Gast sowie als angemeldeter Kunde,
alle Zahlungsweiterleitungen und Webhooks,
Monitoring, Preisportale, Warenwirtschaft, Feeds und sonstige Clients,
Suchmaschinenzugriff und bewusst gesetzte Ausnahmen,
Challenge mit und ohne JavaScript beziehungsweise Cookies,
eine kontrollierte Fehlblockierung und die Freigabe im Dashboard,
passive Dashboard-Gründe über einen repräsentativen Zeitraum,
korrekte Herkunfts-IP hinter Proxy oder CDN sowie
Datenschutz, Löschfristen und Zuständigkeit für Alarme.
Häufige Fehler
Echte Kunden erhalten „Access Denied“
Stellen Sie sofort auf passiv, ohne das Modul zu deaktivieren. Suchen Sie im Dashboard nach Zeitpunkt, IP, URL und Grund. Prüfen Sie besonders zu niedrige IP-/Subnetzgrenzen, Force-SID, Länderregeln und fehlende Browser-Header. Setzen Sie eine Freigabe erst, wenn die betroffene IP oder Kennung zuverlässig identifiziert ist.
Sicherheitsüberprüfung erscheint immer wieder
Der Browser kann das Challenge-Cookie möglicherweise nicht setzen, JavaScript ist blockiert, IP oder User-Agent wechseln oder die Serverzeit stimmt nicht. Testen Sie ohne Browsererweiterungen und lassen Sie Proxy- sowie Cookie-Setup von der Agentur prüfen.
Zu viele Besucher teilen dieselbe IP
Das ist häufig ein Proxy-/CDN-Problem oder ein gemeinsamer Unternehmens- oder Mobilfunkzugang. Geben Sie nicht vorschnell die gemeinsame Adresse frei. Lassen Sie zuerst prüfen, ob OXID die echte Besucher-IP erhält, und passen Sie danach IP- und Subnetz-Limit anhand realer Daten an.
Suchmaschine wird blockiert
Prüfen Sie Schreibweise der User-Agent-Whitelist, Verifikationsmodus, DNS-Erreichbarkeit und Force-SID-Sonderregel. Beachten Sie, dass das großzügige Freigeben allgemeiner Begriffe auch nachgeahmte Clients passieren lässt.
Land ist unbekannt oder offensichtlich falsch
Prüfen Sie den im Dashboard angezeigten GeoIP-Datenstand und starten Sie bei
Bedarf ein Update. ? bedeutet „nicht ermittelt“. Bei ausgeschalteter
Nicht-Whitelist-Sperre bleibt die normale Bot-Prüfung aktiv; bei eingeschalteter
Sperre wird ? abgewiesen. IP-Länderdaten sind Näherungswerte und können bei
VPN, Mobilfunk oder neuen Netzen abweichen.
Dashboard zeigt „SQLite-Speicher nicht aktiv“
Das Modul arbeitet mit dem Datei-Fallback weiter. Melden Sie Warnung und
Fehlertext an die Agentur; pdo_sqlite muss in der Webserver-PHP-Version
aktiviert und das Logverzeichnis beschreibbar sein.
Dashboard ist leer
Prüfen Sie Bot-Protection aktivieren und Logging aktivieren. Angemeldete Personen und Admin-Aufrufe werden nicht protokolliert. Die Detailtabellen zeigen nur den heutigen Tag; ältere Aktivitäten können bereits durch Aufbewahrung oder Größenbegrenzung gelöscht worden sein.
E-Mail-Alarm kommt nicht an
Prüfen Sie gültige Empfängeradresse, positiven Schwellwert, aktives Logging und ob der Wert heute tatsächlich erreicht wurde. Pro Tag wird höchstens eine Mail versendet. Wenn alles stimmt, muss die Agentur beziehungsweise der Hoster die PHP-Mailfunktion und Zustellung prüfen.